By Pedro | Published | Keine Kommentare

Auch der drittplatzierte FV Eschersheim, der noch sechs Spiele zu absolvieren hat, kann maximal noch auf 73 Punkte kommen und die 75 Punkte der Mannschaft von Trainer Dirk Kessler nicht übertreffen, die 25 der 26 Saisonspiele gewonnen hat.
Lediglich bei Corumspor gab es am letzten Spieltag vor Weihnachten eine 4:5-Niederlage. Mit beeindruckenden 149:30 Toren dominierten die „Berg-Buben“ die Liga und kehren damit nach acht Jahren in der B-Klasse wieder in die Kreisliga A zurück, aus der der Verein nach der Saison 2017/18 abgestiegen war. Im Gastspiel bei der Rödelheimer Reserve lag das Kessler-Team nach Toren von Linus Sehn (4./45.) und Paskal Marinic (52.) und einem zwischenzeitlichen Eigentor von Pit Fuhrmann (22.) schon mit 1:3 zurück. Dann war es einmal mehr Torjäger Erik Schmidt, der mit einem Hattrick noch für die Wende sorgte (65./70./90.+1). Nach dem 47. Saisontor des beidfüßigen Stürmers, der 2013 in der Jugend des Frankfurter Bergs begann und dem Club trotz höherklassiger Offerten erhalten bleibt, brachen alle Dämme auf dem Sportplatz am Bottenhorner Weg.
Die etwa 100 mitgereisten Anhänger feierten das Meisterteam, das zum obligatorischen Siegerfoto posierte. Zurück ging es dann im Autokorso zurück an die heimische Sportanlage am Ginsterweg, wo noch lange gefeiert wurde. Trainer Dirk Kessler, als Spieler für den SV Heddernheim, Viktoria Preußen und die TSG Frankfurter Berg aktiv, übernahm den Traditionsverein vor der Saison wieder, nachdem er zuvor acht Jahre beim Nachbarverein FV Eschersheim gewirkt hatte. Kessler war schon einmal Trainer auf dem „Berg“, führte den Verein 2012/13 von der B- in die A-Klasse, nun gelang ihm dieser Erfolg ein zweites Mal. „Ich habe vor der Saison noch sieben Spieler aus der A-Jugend bekommen. Ein Großteil der Mannschaft ist unter 20 Jahre alt. Wir haben uns schnell gefunden und sind mit der Siegesserie in einen Lauf gekommen“, erklärt Kessler. Natürlich habe Goalgetter Schmidt einen großen Anteil am Aufstieg, „doch einzelne Spieler sind nicht hervorzuheben. Vielmehr ist es die Mannschaft, die mit ihrem Spielstil die Liga dominiert hat.“
Angeführt vom erfahrenen Kapitän Sadullah Erkmen, der wie Spielmacher Sadik Zülküflü 15 Tore beigesteuert hat, gelangen sogar drei zweistellige Siege. Auch im Kreispokal-Spiel der 1. Runde gegen Kreisoberligist Germania Ginnheim führte man mit 3:0, musste sich dann aber mit 3:5 in der Verlängerung geschlagen geben. „Die Mannschaft bleibt zusammen, das sind Berg-Buben, die hier gar nicht weg wollen“, freut sich Kessler. Auch der Coach hat für die kommende Runde in der Kreisliga A zugesagt und ist überzeugt: „Wir können auch da eine gute Rolle spielen, sind entwicklungsfähig und wollen uns spielerisch weiterentwickeln.“ Vielleicht führt die Entwicklung dieser jungen Truppe in einigen Jahren auch in die Kreisoberliga, wie einst in den Neunziger Jahren, als Kessler Bestandteil der „Berg“-Mannschaft war, die in der seinerzeitigen Bezirksliga auf dem berüchtigten Hartplatz für alle Kontrahenten ein unangenehmer Gegner war.
„Ich habe vor der Saison noch sieben Spieler aus der A-Jugend bekommen.“
Frankfurter Berg-Trainer Dirk Kessler