By Pedro | Published | Keine Kommentare
Der Rödelheimer FC ist weiter auf Erfolgskurs. Foto: Archiv Mithat Gürser. „Bin gespannt, ob die Spieler die Warnungen bezüglich runderneuerter Speuzer-Elf mit guten Neuzugängen verinnerlicht haben“, hatte RFC-Pressesprecher Volker Flauaus im Vorfeld erklärt. Denn exakt zwei Monate nach dem knappen 1:0-Sieg im Hinspiel stand das Rückspiel an gegen die Gäste, die mit zahlreichen Neuverpflichtungen dem Abstieg noch entgehen wollen. „Bei uns gab es zwei ziemlich unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten Halbzeit hielten die Speuzer gut mit, hatten auch die eine oder andere Konterchance“, offenbarte Flauaus. Doch die Gelb-Rote Karte gegen Sofiane El Mard Bouziani wegen wiederholten Foulspiels innerhalb drei Minuten (19./22.) ließ den Gast in Unterzahl zurück.
Rödelheim verstärkte den Druck, nutzte aber zunächst die Möglichkeiten nicht. Da war der Pfostenschuss von Florian Meinshausen und zweimal konnten Ertap Turgut und Adam Zazoua den Sportfreunde-Torhüter Sven Oker nicht überwinden. Nach einer etwas lauteren Ansprache vom Trainerteam um Arazm Saghafi und Nawid Teimouri verstärkte der Club den Druck und dann fielen die Tore gegen nachlassende Speuzer wie reife Früchte. Neuzugang Luka Duka eröffnete den Torreigen (53./55.). Meinshausen erhöhte (59.). Dann war Ali Osman an der Reihe (65./74.). Ertap Turgut traf zum 6:0 (75.). Duka traf noch ein drittes und viertes Mal (82./90.), auch Osman steuerte noch einen dritten Treffer bei (85.).
Am Ende hieß es wie beim Kegeln „alle Neune“ für Rödelheim. „Duka und Osman nutzten jede Gelegenheit konsequent, auch schöne Spielzüge waren zu sehen. Ein guter Start nach der Winterpause, so kann es weitergehen“, so Flauaus. Im nächsten Heimspiel am Sonntag kreuzt die auf dem ersten Abstiegsplatz stehende Union Niederrad am Bottenhorner Weg auf (14.30 Uhr). Bei den Gästen hatte das 0:9-Debakel Konsequenzen. Der zu Saisonbeginn von der SGK Bad Homburg gekommene Trainer Melih Yilmaz gab gegenüber der Mannschaft seinen Rücktritt bekannt. Am Sonntag kam der Coach auch mit dem Vorstand und dem Sportchef Wolfgang Krönung zur Übereinkunft, ab sofort getrennte Wege zu gehen.
„Wir waren in Rödelheim 15 Minuten überlegen, haben die erste Halbzeit in Unterzahl überstanden. Nach der Pause sind wir zusammengebrochen, das hatte auch was mit der Psyche zu tun“, sagte Yilmaz. Das Training in dieser Woche steht unter der Leitung von Co-Trainer Sasa Jovanovic, der bleiben soll. Der Verein stehe derzeit mit zwei Kandidaten für eine Nachfolge von Yilmaz in Gesprächen. Am Donnerstagabend soll der neue Coach dann vorgestellt werden und am Freitag die erste Trainingseinheit im Hinblick auf das wichtige Heimspiel gegen den FC Croatia leiten. Die „Speuzer“ stehen nach zwei Abstiegen in Folge aus Verbands- und Gruppenliga auch in der Kreisoberliga auf dem letzten Platz und weisen derzeit zehn Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz auf.