By Manfred | Published | Keine Kommentare

Nur wenige Zuschauer verirrten sich an die Birsteiner Strasse, bei klirrender Kälte und rutschigem Rasen brachten die Gäste die Hälfte der Zuschauer mit. Der FC Kosova war nach den drei roten Karten im letzten Spiel und einigen Verletzungen personell arg geschwächt, zur Pause kamen noch zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft dazu, die vorher bereits gespielt hatten. Bei Fechenheim fehlte ihr Kapitän Felix Casalino aus beruflichen Gründen.
Die erste große Chance des Spiels hatten die couragiert aufspielenden Gäste in der 8.Minute, doch erst konnte 03-Torwart Armin Buchholz halten, der Nachschuss landete am Pfosten des Fechenheimer Tores. Danach übernahmen die Gastgeber das Kommando und erspielten sich bis zur Pause einige hochkarätige Chancen, die alle vergeben wurden. In der 23.Minute schoss Ihab Suleiman frei vor dem Torwart über das Tor, in der 32.Minute wehrte Kosovas Torwart Blend Bajraktari, am Ende bester Spieler seiner Mannschaft, einen gefährlichen Flachschuss zur Ecke ab, in der 34.Minute schoss erneut Suleiman aus 10 Metern über das Tor, und in der 39.minute war es Metehan Karakus, der an Bajraktari freistehend scheiterte. Kosova hatte einige gute Konterchancen, konnte Torwart Buchholz aber nicht in Gefahr bringen. So ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit, für Fechenheim diese Saison schon ein besonderes Resultat.
Bei nachlassenden Kräften der Gäste kam Fechenheim auch in der zweiten Halbzeit zu großen Chancen, ein Heber von Karakus über den Torwart wurde in der 49.Minute gerade noch von der Linie gekratzt. In der 50.Minute dann das verdiente 1:0 für die Gastgeber, nach einer Hereingabe von Karakus konnte Suleiman den Ball dieses Mal im Tor versenken. In der 55.Minute spritzte Karakus in einen Querpass vor dem eigenen Strafraum der Gäste, scheiterte aber erneut am glänzend reagierenden Bajraktari.
Es dauerte bis zur 80.Minute, ehe es zum vorentscheidenden 2:0 kam, Argjend Mustafa spielte einen hohen Ball aus dem Mittelkreis unglücklich in Richtung eigenes Tor, Bajraktari nahm den Ball vor einem gegnerischen Stürmer auf und der Schiedsrichter entschied auf Rückgabe und indirekten Freistoß. Den angetippten Ball drosch dann Giovanbattista Pedace aus 15 Metern durch die sich auflösende Mauer zum 2:0 ins linke Eck.
In der 86.Minute scheiterte erneut Suleiman freistehend an Bajraktari, der mit einem Reflex das Gegentor verhinderte, doch nur drei Minuten später gab es nach Foul an Suleiman Elfmeter für Fechenheim, den Yassin Chaouki souverän zum 3:0-Endstand verwandelte. Fechenheims Trainer Necip Incesu nach dem Spiel: „absolut verdient, wir haben sehr viele Torchancen vergeben, Kosova hat das sehr gut gemacht in der ersten Halbzeit, aber in der zweiten Halbzeit war das schon sehr, sehr verdient. Wir haben nichts zugelassen, endlich Zu-Null gespielt, aber auf unseren Sturm ist Verlass, Chaouki, Giova und Ihab, die haben auch alle drei getroffen.“
Kosovas Trainer Ercüment Sahin war unter den Rahmenbedingungen nicht unzufrieden mit seinem Team: „erwartet haben wir es, aber wir wollten ein Wunder für uns selbst schaffen. Erste Halbzeit, finde ich, ein 3:3-Spiel, zweite Halbzeit sind wir dann körperlich eingebrochen, weil wir nicht die richtigen Wechsel machen konnten. Wir mussten erneut positionsfremd aufstellen wie in meinen ersten zwei Spielen. Ich bewerte für mich die erste Halbzeit, die war sehr gut, die zweite Halbzeit dann eingebrochen. Ich bin zufrieden mit den Jungs, für den Kampf und die Leidenschaft, und die Fairness auf beiden Seiten.“ Sahin nannte seinen Kollegen auch einen „super sympathischen und fairen Trainer-Kollegen“.
Während der FC Kosova vor der Winterpause noch gegen den VfL Germania 94 antritt, müssen die Fechenheimer eventuell noch zweimal ran. Der Sportliche Leiter Asghar Ali-Jaali zeigte sich nicht erfreut darüber, dass der Klassenleiter das ausgefallene Spiel beim SKV Beienheim für den Donnerstagabend angesetzt hat, obwohl die Fechenheimer als Spieltag den 07.12. angeboten hatten. „Zu dieser Jahreszeit abends bei Frost nach Beienheim zu reisen und dort zu spielen, ist ein Unding und gefährdet die Gesundheit der Spieler. Außerdem müssen sich die Spieler einen halben Tag Urlaub nehmen, ohne zu wissen, ob das Spiel überhaupt stattfinden kann.“ Am nächsten Sonntag steht dann noch der schwere Gang zum Tabellenführer SV Bosnien/Herzegowina an.





