By Pedro | Published | Keine Kommentare
A-Ligist DJK Schwarz-Weiß Griesheim gelang in der 2. Runde des Kreispokals die Überraschung, denn es wurde nach einem klassischen Pokalfight der klassenhöhere Kreisoberligist SV Viktoria Preußen mit 4:3 nach Verlängerung ausgeschaltet.

DJK Schwarz-Weiß Griesheim – SV Viktoria Preußen 4:3 nach Verlängerung (3:3/3:3/1:1)
Die Gastgeber waren wie immer in den letzten Jahren im Pokal hochmotiviert, gingen aber durch den vom KOL-Absteiger FC Croatia gekommenen Stürmer Ivan Propadalo in Rückstand (8.). Der Rangfünfte der KLA1 verlor zunächst zu schnell den Ball, konnte dann aber durch Ilias Otmani ausgleichen (18.). Der junge Stürmer erlief einen langen Pass, scheiterte erst an Preußen-Keeper Cedric Wohlgemuth, der Ball ging im hohen Bogen über ihn und im vollen Lauf schob Otmani den Ball über die Linie. Die 51 Zuschauer am Rebstock sahen auch nach dem Seitenwechsel eine spannende Pokalpartie. MIlias Otmani schob zur Griesheimer Führung ein (51.).
Dann gab es eine kuriose Szene bei einem Foulelfmeter für die Gäste, denn Torjäger Pascal Bausch rutschte im Regen auf dem nassen Kunstrasenplatz bei der Ausführung aus und der Ball ging über das Tor (57.). Dann markierte der sich in Hochform befindende Propadalo den Ausgleich (66.) und schob nach einem Eckball und einem vom Torwart abgewehrten Kopfball im Nachschuss zum 2:3 ein (78.). Doch die Platzherren kamen nach einem langen Ball auf Hamza Otmani noch zum vielumjubelten 3:3 (89.). Da die Hausherren auf der Verlängerung bestanden und nicht auf das Angebot der Gäste eingingen, sofort ins Elfmeterschießen zu gehen, ging es in die Extra-Time.
Hier hatte Hamza Otmani in der 104. Minute die Chance zur Führung, doch ein eigener Mitspieler verhinderte dies. Nach dem letzten Seitenwechsel traf aber der eingewechselte Luka Jolovic zum 4:3 (108.) und diese Führung brachte der Außenseiter über die Zeit und spielt im Achtelfinale beim Ligakonkurrenten SG Praunheim. Ein A-Ligist wird also sicher im Viertelfinale stehen. SWG-Trainer Önder Civelek war begeistert: „Brutale Leistung von meinen Jungs. Am Anfang mussten wir ins Spiel finden, Preußen hat schon gut Tempo gemacht. Wir haben uns nach dem Rückstand an Härte und Tempo angepasst und waren dann voll im Spiel. Nach der Führung haben wir zu wenig gemacht, waren sehr passiv. Die zwei Gegentore waren unnötig, dann kam es wieder zum Comeback und haben mit dem 3:3 einen Gang zugelegt. In der Verlängerung haben wir nach dem 4:3 durchgehalten, gekämpft. Das war eine grandiose Leistung.“
Preußen-Coach Alessandro Cavalera sagte: „Selbst dran schuld. Ich glaube, wir haben die letzte Szene in der regulären Spielzeit unfassbar schlecht verteidigt. DJK Schwarz-Weiß Griesheim hat so für die Verlängerung Rückenwind bekommen. Da hat uns die Power gefehlt, so sind wir verdient rausgeflogen. Die Niederlage müssen wir uns selbst ankreiden und nach vorne schauen.“ Am Sonntag geht es zur SG Harheim in der KOL.
Schiedsrichter: Cayo Egle (SV Blau-Gelb). Zuschauer: 51. Tore: 0:1 Ivan Propadalo (8.), 1:1, 2:1 Ilias Otmani (18./51.), 2:2, 2:3 Ivan Propadalo (66./78.), 3:3 Mostafa Otmani (89.), 4:3 Luka Jolovic (108.).