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Germania 94 belohnt sich mit guter Leistung

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Der 1. Rödelheimer FC 02 verlor das Kellerduell gegen Gruppenliga-Absteiger VfL Germania 94 mit 1:3 und musste den Konkurrenten vorbeiziehen lassen. Beide Vereine belegen nun zwei der drei momentanen Abstiegsplätze.

Zwei „Germanen“ vor einem Rödelheimer, der Ball jedoch dahinter. Foto: Dago Reinprecht. 

1. Rödelheimer FC 02 – VfL Germania 94 1:3 (0:2)

„Wir haben gefühlt 80 Minuten auf ein Tor gespielt, aber sind entweder an dem herausragenden Torhüter Anton Harbrecht oder an den eigenen Unzulänglichkeiten gescheitert“, erklärte RFC-Pressesprecher Volker Flauaus. Schon in den ersten 10 Minuten gab es hochkarätige Chancen für den Club, ein Pfostenschuss von Ayoub Hazzazi, Glanzparaden von Anton Harbrecht gegen Schüsse von Ertap Turgut und Sebastian Gheorghita verhinderten die schnelle Führung. Mit dem ersten richtigen Konter ging die Germania in der 20. Minute durch Yonle Quattara in Führung und baute diese durch einen abgefälschten Schuss von Hamza Tmimi in der 39. Minute aus.

Der Club war schon jetzt gefordert, noch mehr in die Offensive zu investieren und hatte durch den Drehschuss des eingewechselten Adam Zazoua, der knapp am Tor vorbeiging, in der 43. Minute die beste Möglichkeit zum Anschluss. Zwischendurch rettete Torwart Gianni Gioia zwei Mal in 1:1 Situationen gegen die schnellen Stürmer der Gäste. Die zweite Halbzeit war ein einziger Sturmlauf, doch Anton Harbrecht zeigte sich von seiner besten Seite bei den guten Schüssen von Felix Conradi, Mert Özbek und Kubilay Yildrim. Der Ball wollte nicht ins Tor der Germania, erst in der 89. Minute gelang Adam Zazoua aus dem Gewühl heraus der Anschlusstreffer. Danach setzte der Club alles auf eine Karte, Niklas Vogt, der mit einer Fussverletzung eigentlich nicht spielen sollte, wurde für die Nachspielzeit eingewechselt und es segelte ein Ball nach dem anderen in den Strafraum der Germania.

Fast hätte Niklas Vogt mit dem Kopf noch den Ausgleich erzielt, doch es sollte an diesem Tag nicht sein. Nachdem auch in der zweiten Halbzeit Torwart Gianni Gioia zwei Mal wieder mit letztem Einsatz vor frei vor ihm auftauchende Germania-Stürmer rettete, besiegelte der eingewechselte Mustapha Quardani mit dem Schlusspfiff den 3:1-Endstand für die Germania. Der mitspielende Vorsitzende Zie Moussa Quattara freute sich: „Wir haben uns endlich für die guten Leistungen der letzten Wochen belohnen können. Unser Matchplan ist aufgegangen, wir haben vieles richtig gemacht. Natürlich ist da noch Luft nach oben, aber wir haben Moral gezeigt und uns ins Spiel gekämpft. Uns ist die Chancenverwertung gelungen, das ist sehr erfreulich. Wir bauen darauf auf und freuen uns auf die nächsten Spiele, um daran anzuknüpfen.“

RFC-Sprecher Flauaus machte nochmal auf die prekäre Situation aufmerksam: „Es sollte spätestens jetzt dem letzten Berufsoptimisten klar sein, dass es in dieser Saison nur um das nackte Überleben in der KOL geht und dieses Unterfangen wird schwierig genug werden. Ein Hoffnungsschimmer geben die ehemals Langzeitverletzten Adam Zazoua, der sich total verausgabte und wieder an die Form vor seiner Verletzung herankommt sowie Aria Razdar, der nach seiner Einwechslung zeigte, dass er so wichtig für das Team ist. Nächste Woche geht es zum aktuellen Tabellendritten FC Gudesding, vielleicht gelingt dort eine Überraschung.“ Germania 94 ist am kommenden Sonntag spielfrei und fährt dann am 25. Oktober zum nächsten Kellerduell zum Tabellenletzten BSC Schwarz-Weiß 19. 

Schiedsrichter: Boris Kosche (SKG Karadeniz Wiesbaden). Zuschauer: 36. Tore: 0:1 Yonle Ouattara (20.), 0:2 Hamza Tmimi (40.), 1:2 Adam Zazoua (86.), 1:3 Mustapha Ouardani (90./+6).