Skip to content

Rote Karte entscheidet Duell zwischen Rot-Weiß und Bosniern

By | Published | Keine Kommentare

Der SV Bosnien/Herzegowina kam in einem torchancenarmen Spiel zu einem 2:1-Sieg bei RW Frankfurt, vorentscheidend war die rote Karte für RW-Spieler Badeldrin Miss in der 48.Minute, der daraus resultierende Elfmeter markierte mit dem 1:1 die Wende.

Der SV Bosnien/Herzegowina gewann in einem torchancenarmen Spiel mit 2:1 bei RW Frankfurt. Foto: MZ

RW Frankfurt – SV Bosnien/Herzegowina 1:2 (1:0)

In einem Stadtderby empfing RW Frankfurt den SV Bosnien/Herzegowina und musste sich am Ende geschlagen geben. In der ersten Hälfte kamen die Bosnier überhaupt nicht ins Spiel, sie wurden immer wieder gestresst durch das hohe Pressing der gesamten RW-Mannschaft und mussten bereits nach 10 Minuten einem 0:1-Rückstand hinterlaufen, Aoto Utsumi stibitzte sich den Ball beim Spielaufbau der Bosnier und ließ Daniel Zeaiter, der an alte Wirkungsstätte zurückgekehrt war, im Tor der Gäste keine Chance. Es war kein hochklassiges Spiel, das von der Spannung lebte, es gab kaum Torchancen, eine davon für die Gäste in der 39.Minute, als Boubacar Dialiba Diabang freigespielt wurde und freistehend aus 10 Metern über das Tor schoss, das 1:0 zur Pause war durchaus verdient.

Die spielentscheidende Szene ereignete sich dann in der 48.Minute, als ein Bosnier aufschreiend im Strafraum der Rot-Weißen zu Boden ging, der Schiedsrichter, der erst weiterlaufen ließ, zeigte nach Intervention des Linienrichters dem Rot-Weißen Badeldrin Miss die rote Karte und gab Elfmeter. Almir Derdemez ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich (49.). Das Momentum des Spiels lag jetzt bei den Gästen, die auch durchaus spielbestimmend waren, aber sich gegen die gut organisierte Mannschaft der Gastgeber kaum Chancen herausspielen konnten. Im Gegenteil, die in Unterzahl spielenden Rot-Weißen hatten in der 72.Minute die Chance zum 2:1, nach einem Konter passte Towa Itamoto den Ball in die Mitte, wo Utsumi allerdings nur mit der Fußspitze an den Ball kam und die Führung verpasste.

Beim Siegtreffer für die Gäste in der 76.Minute waren die Gastgeber einmal aufmerksam und machten die Mitte auf, durch die ein Pass zu Takumi Kimoto kam, der den Ball über den herauseilenden Erik Dejak zum 2:1 ins Tor beförderte, die restlichen Bemühungen beider Mannschaften verliefen im Sande. Bosniens Pressesprecher Admir Malohodzic nach dem Spiel: „es war kein gutes Spiel von beiden Seiten, es hatte kein Verbandsliga-Niveau. Aber nichtsdestotrotz sind wir glücklich über den Sieg. Das 0:1, was wir kassiert haben, war total unnötig, wir hatten eine gute Chance in der ersten Halbzeit durch Dialiba, wo er im 1-gegen-1 gegen den Torwart das Tor verfehlt, das war ein bisschen symptomatisch für das Spiel heute. Ich glaube, dass die rote Karte viel zum Sieg beigetragen hat, zumal wir auch dadurch einen Elfmeter bekommen haben, im Endeffekt war es ein „dreckiger Sieg“, aber für uns um so schöner, wir hatten in dieser Saison viele Spiele, wo es andersrum war.“

RW-Trainer Melih Gültekin sah im Platzverweis auch den Knackpunkt des Spiels: „das Spiel ist schnell erzählt, erste Halbzeit haben wir gut und kompakt gegen den Ball gearbeitet und hatten tolle spielerische Momente. Wir hatten gute Lösungen mit dem Ball und sind auch sehr früh mit 1:0 in Führung gegangen, hatten in der ersten Halbzeit das Spiel gut kontrolliert. In der zweiten Halbzeit, die rote Karte darf nicht passieren, wechselte das Momentum auch mit dem parallelen Elfmeter, dann wird es natürlich schwierig gegen die Bosnier, die das dann auch abgezockt gespielt haben. Wir hatten nichtsdestotrotz in Unterzahl noch die eine Riesenchance, die nicht reingegangen ist, aber Knackpunkt war die rote Karte.“

Für die Bosnier steht am nächsten Wochenende das nächste Stadtduell gegen die SG Bornheim an, während RW Frankfurt zum SC Dortelweil muss, tabellarisch verbesserten sich die Bosnier auf den 8.Platz, während RW Frankfurt in der heutigen Konstellation mit Platz 13 den Relegationsrang belegt.

Schiedsrichter: David Heizmann (FC Viktoria 09 Urberach). Zuschauer: 110.

Tore: 1:0 Aoto Utsumi (10.), 1:1 Almir Derdemez (49., Elfmeter), 1:2 Takumi Kimoto (76.)