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Tabellenführer Westend dreht Spiel in Nachspielzeit

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Bis zur 85. Minute führte Concordia Eschersheim im Heimspiel gegen Tabellenführer SG Westend mit 2:0 und schien nach Punkten mit dem Spitzenreiter gleichzuziehen, doch dann drehten die Gäste in einem starken Schlussspurt mit drei Toren das Spiel komplett und bleiben mit drei Punkten Vorsprung vor Aufsteiger SV Bonames oben.

Die SG Westend bleibt in der KOL das Maß aller Dinge. Foto: Archiv Mithat Gürser.

Concordia Eschersheim – SG Westend 2:3 (0:0)

Concordia-Trainer Roland Stipp schilderte den ungewöhnlichen Spielverlauf so: „Aus dem Spiel heraus haben wir eine einzige Chance zugelassen kurz vor der Pause, bis dahin hätten wir schon drei Tore machen können, wenn nicht müssen. Wir haben dann völlig verdient 2:0 geführt und es ist natürlich ärgerlich, dass wir es nach einer Ecke und zwei Einwürfen noch verloren haben.“ Die Concordia war nach dem Seitenwechsel nach einem Eckball von Adrian Mohr durch Louis Haarhaus per Innenseite in Führung gegangen (56.). Saba Kvaratskhelia traf auf Zuspiel von Mohr aus zwölf Metern ins kurze Eck zum 2:0 (74.). Was danach geschah, führte Stipp so aus: „Wir haben natürlich selbst Verantwortung dafür, weil wir zum Schluss nicht konsequent genug in der schwierigen Verteidigung dieser ganz speziellen Einwürfe von Westend waren. Dass die Ecke, die zum Anschlusstreffer geführt hat, klar ersichtlich keine war, gehört aber auch zur Geschichte. Hätte es da Abstoß gegeben, hätten wir das Spiel wahrscheinlich gewonnen.“

Der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Mustafa Ilhan verkürzte in dieser Szene auf 2:1 (85.). Für den Concordia-Trainer „der Knackpunkt und danach war es irgendwie self fulfilling und wir haben nach zwei von denen ihren Schleudereinwürfen noch zwei Tore kassiert. Die Moral von Westend war natürlich nach dem 2:1 gut.“ In der Nachspielzeit egalisierte erst Anas Bakkali (90./+2) und dann sorgte Wahyu Nurdin mit einem Seitfallzieher ins lange Eck für kollektiven Jubel bei den Gästen (90./+4).

„Erste Halbzeit waren wir klar unterlegen.“ (Westend-Trainer Vait Arslanoski).

Die Eschersheimer hatten aber noch eine Chance beim Stande von 2:1 durch den Japaner Kairi Takeuchi, „doch der Schiri hat ein Abseits erfunden und sie uns geklaut“, so Stipp. Sein Team spielt am Sonntag in der Nachbarschaft beim SV Viktoria Preußen, der nur einen Punkt weniger im breiten Verfolgerfeld bis Platz neun aufweist. Westend-Trainer Vait Arslanoski fasste zusammen: „Erste Halbzeit waren wir klar unterlegen. Concordia hatte drei Großchancen und zwei Halbchancen, wo unser Torwart Marcel Jonetzko überragend hält. Nach dem ersten Wechsel kriegen wir Kontrolle, die letzten zehn Minuten habe ich komplett umgestellt. Entweder wir bekommen den Anschluss oder verlieren das Spiel klar. Mit zwei Spitzen und einer Dreierkette haben wir Vollgas gegeben und noch 3:2 gewonnen.“

Zum Schiedsrichter sagte Arslanoski, der in der 54. Minute laut offiziellem DFB-Net-Spielbericht wegen „Unsportlichkeit“ die Gelbe Karte erhielt: „Der war schwierig und nicht so gut wie der von letzter Woche. Das war ein bisschen eigenartig. Er hat mir Gelb gegeben warum auch immer, weil die Zuschauer und die Bank ein bisschen laut waren. Einen geileren Sieg als dieses 3:2 gibt es nicht und jetzt sehen wir weiter.“ Am Sonntag im Heimspiel gegen die SG Harheim kann Westend seine ungeschlagene Serie an der Spitze fortsetzen (15 Uhr). 

Schiedsrichter: David Cwik (TuRa Niederhöchstadt). Zuschauer: 180. Tore: 1:0 Louis Haarhaus (56.), 2:0 Saba Kvaratskhelia (74.), 2:1 Mustafa Ilhan (85.), 2:2 Anas Bakkali (90./+2), 2:3 Wahyu Nurdin (90./+4).