Skip to content

Gudesding hat schon zwölf Auswärtspunkte

By | Published | Keine Kommentare

In einer vom Dezember vorgezogenen Begegnung der Kreisoberliga Frankfurt unterlag der FC Germania Enkheim dem FC Gudesding mit 2:5, blieb aber erstmal auf Rang vier. Die Gäste vom Ostpark, die erst ein Heimspiel absolviert haben, konnten mit dem vierten Auswärtssieg bereits zwölf Punkte auf ihr Konto setzen. 
Gudesding-Spieler Julius Breves kommt gleich an den Ball. Foto: Silvio Gießler (groundhopper.org).
FC Germania Enkheim – FC Gudesding 2:5 (1:1)

Im Riedstadion ist es immer gefühlt fünf Grad kälter, so auch an diesem Donnerstag. Die Gastgeber hatten gleich nach 30 Sekunden die erste Torchance durch Christian Loerke, aber Gudesdings Torhüter Jonathan Koenen war auf dem Posten.

So wie auch in der 7. Minute, als erneut Koenen vor dem Tor auftauchte. Der Enkheimer Kapitän Kaleab Eyassu verletzte sich schon nach zwölf Minuten, für ihn kam Ahmet Osmanoglu ins Spiel und die Kapitänsbinde übernahm Lars Trams. Enkheim spielte zu ungeduldig, was Trainer Lukas Höll auch lautstark monierte, während Gudesding die Breite des Spielfeldes suchte.

Gudesding nutzt das Momentum

Durch einen Freistoß aus 26 Metern brachte der eingewechselte Osmanoglu die Gastgeber in Führung (31.). Die knapp 60 Zuschauer sahen dann den Ausgleich durch Alexander Root auf Zuspiel von Ferdinand Hasselbeck (40.). Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel an Fahrt auf – und wie ! Dem 2:1 durch Trams (56.) folgte der sofortige Ausgleich durch den Ex-Enkheimer Finn Kraiker per Kopfball (57.), der seine ganze Jugendzeit in Enkheim durchlief, nach seinem Wechsel zu Gudesding im letzten Winter aber aufgrund nicht erfolgter Ablöseeinigung sechs Monate gesperrt war. Nun traf ausgerechnet Kraiker zum wichtigen 2:2. Gudesding nutzte das Momentum, um durch Hermann Fabian Dörner in Führung zu gehen (66.). Einen Foulelfmeter von Ferdinand Hasselbeck parierte Enkheims Torhüter Matej Klaric, gegen den Nachschuss von Hasselbeck war der Enkheimer Torwart aber machtlos (77.). Den Schlusspunkt setzte Root mit einer Bogenlampe aus der Distanz, nachdem Enkheim vehement Stürmerfoul gefordert hatte. In der Schlussphase kam es noch zu Diskussionen zwischen den Trainern und einer Rudelbildung auf der anderen Seite. Nach dem Schlusspfiff konnte man sich aber anständig mit einem Handschlag verabschieden.

Enkheims Trainer Lukas Höll erklärte: „Der Ausgang des Spiels ist unglücklich. Gudesding war die reifere Mannschaft. Wir haben in der ersten Halbzeit die Torchancen nicht genutzt, um deutlicher zu führen. Wir sind aber nur 20,5 Jahre im Schnitt alt. In den Zweikämpfen und in der Cleverness war das besser von Gudesding.“ Gästecoach Maik Rudolf meinte: „Die abgezocktere Mannschaft hat gewonnen. Erste Halbzeit war Enkheim überlegen, die haben uns den Schneid in den Zweikämpfen abgekauft. Das schnelle 2:2 war der Knackpunkt, das 3:2 war für mich das Tor des Jahres über acht Stationen ohne gegnerische Einwirkung. 13 Leute waren nicht da, die Jungs aus der Zweiten die gespielt haben alles rein geworfen. Die permanenten Ausfälle bei Gudesding muss ich als Trainer zu akzeptieren lernen. Leute sind auf Hochzeiten oder im Urlaub, sind krank oder haben irgendwas wichtigeres zu tun. Von daher haben wir eine ordentliche Fluktuation. Ich bin maximal happy, dass wir über die ganzen sieben Auswärtsspiele zwölf Punkte geholt haben und eine Entwicklung nach vorne haben.“ Beide Teams spielen am heutigen Sonntag nicht, denn Enkheim ist turnusgemäß spielfrei und Gudesding hat der Verlegung des achten (!) Auswärtsspiels beim SV Viktoria Preußen auf Mittwoch um 20 Uhr zugestimmt. 

Schiedsrichter: Carsten Dzionsko (SSG Langen). Zuschauer: 61. Tore: 1:0 Ahmet Osmanoglu (31.), 1:1 Alexander Root (40.), 2:1 Lars Trams (56.), 2:2 Finn Kraiker (57.), 2:3 Hermann Fabian Dörner (66.), 2:4 Ferdinand Hasselbeck (77.), 2:5 Alexander Root (83.).