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Bittere Niederlage für Türkgücüs neuen Trainer

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Türkgücüs neuer Trainer Salvatore Cirrincione musste mit ansehen, wie sein Team nach einer schwachen Schiedsrichterleistung dem FC Karben mit 0:3 unterlag und jetzt vor einem Torwartproblem steht.

Karbens Mannschaft bejubelt einen ihrer drei Treffer. Foto: Mithat Gürser

Türkgücü Frankfurt – FC Karben 0:3 (0:0)

In einem hitzigen Spiel unterlag Türkgücü Frankfurt dem FC Karben mit 0:3 und fühlte sich vom Schiedsrichter benachteiligt, der mit einer schwachen Leistung auch dafür sorgte, dass das Spiel hektisch wurde. Türkgücü, dass seit einer Woche vom neuen Trainer Salvatore Cirrincino betreut wurde, kam gut ins Spiel und erzielte durch Emre Kadimli in der 8.Minute nach schönem Doppelpass das vermeintliche 1:0, der Linienrichter will aber eine Abseitsstellung gesehen haben. Dann hatte Karben zwei große Chancen, doch in der 9.Minute rettete Torhüter Maxim Schwaab, der den rotgesperrten Mert Aydin vertrat, per Fuß, und in der 16.Minute schoss ein Karbener Stürmer den Ball aus 4 Meter in die Arme von Schwaab. In der 24.Minute dann die vorentscheidende Szene des Spiels, nach einem langen Pass rauscht der herauseilende Torhüter Schwaab in den Stürmer, trifft Ball und Spieler, der Schiedsrichter entscheidet auf gelbe Karte und Elfmeter. Nach Intervention des Linienrichters nimmt der Schiedsrichter die gelbe Karte zurück und zeigt dem Spieler glatt rot.

Da die Gastgeber keinen Ersatztorwart auf der Bank hatten, ging Feldspieler Mete Nakipoglu in den Kasten und hielt den schwach getretenen Strafstoß von Dorian Music. Fast im Gegenzug musste Karbens Torwart Leos Hundertmark per Fußabwehr retten, ehe Noyan Öz in der 36.Minute bei einem Konter knapp am Tor vorbeizielte. Türkgücü war schon in der Halbzeit mit dem Schiedsrichter unzufrieden, der bei dem kleinsten Wort des Protestes für die Gastgeber gleich die gelbe Karte zückte, klare Fouls teilweise ungeahndet ließ. Die Gastgeber waren in Unterzahl vom Ballbesitz zwar unterlegen, kamen aber trotzdem zu ihren Chancen.

In der zweiten Hälfte vergab dann Öz die große Chance zum 1:0, Karbens Torhüter ließ einen Freistoß prallen und Öz zielte aus 5 Metern über das Tor. Der Schiedsrichter sorgte für seine Bewertung von Szenen dafür, dass das Spiel immer hektischer wurde, bei einem Handspiel eines Karbener Spielers ließ er weiterlaufen, ehe er bei einer ähnlichen Situation auf der anderen Seite einen Freistoß für Karben gab, und in der 50.Minute spitzelte Kadimli den Ball an einem Karbener vorbei und wurde von dem Gegenspieler im Gesicht getroffen, der Schiedsrichter ließ das Spiel aber weiterlaufen. In der 58.Minute war es wieder ein Linienrichter, der bei einem Tor von Öz ein Abseits gesehen haben will.

Karben ging dann in der 63.Minute mit 1:0 in Führung, als Niklas Petz den Ball nach einer Ecke einköpfen konnte. In der 67.Minute die nächste strittige Situation, als Öz 20 Meter vor dem Tor gefoult wird, der Schiedsrichter aber weiterlaufen lässt. Nach 75 Minuten vereitelte Torwart Nakipoglu mit einer Fußabwehr das 0:2, dann musste Karbens Torhüter eingreifen und wehrte im Rückwärtslaufen einen 40-Meter-Schuss von Öz über die Latte. In der 81.Minute dann die Vorentscheidung, Karben konterte und Veljko Vlajic konnte die Vorlage von Owen Hare verwerten, Türkgücü schien geschlagen, traf durch Kamil Yikilmaz mit einer abgerutschten Flanke die Latte und durch einen Distanzschuss von Öz nur den Pfosten. Hintenraus erhöhte David Leyrer in der 85.Minute noch auf 3:0, bezeichnend auch eine weitere Szene des Schiedsrichters: als ein Karbener Kadimli zu Boden riss, zeigte der Referee dem Karbener die gelbe Karte, das Wegschießen des Balles durch den Karbener hingegen ließ er ungeahndet.

So konnte Karben mit dem Auswärtssieg auf Platz 3 der Tabelle klettern, Türkgücü Frankfurt hat jetzt ein Torhüterproblem, da beide Torhüter mit rot gesperrt sind. Sportlicher Leiter Tamer Gürsoy war stolz auf seine Mannschaft: „wir sind sehr gut gestartet, die Woche war sehr gut und wir waren motiviert. Wir hätten jetzt nicht mit so einem Ergebnis gerechnet, um ehrlich zu sein, liegt es nicht an der Leistung der Mannschaft, auch nicht an den Spielern, fußballerisch waren wir klar besser. Unser Genickbruch war die glatt rote Karte, dann geht ein Feldspieler ins Tor, Mete hält den Elfmeter überragend, was kein Elfmeter war, das war außerhalb des Strafraums und war auch kein Foul. Ich mag gar nicht über die Schiedsrichter reden, aber es läuft jetzt schon seit Wochen so, ich weiß nicht, woran es liegt, wir wollen einfach nur Fußballspielen. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, auch mit 10 Mann haben sie 70 Minuten lang dominiert, da öffnet man halt und kassiert hinten die Tore.“

Am nächsten Wochenende muss Türkgücü Frankfurt zum türkischen Duell, Gastgeber ist der Türkische SV Bad Nauheim. In der Tabelle liegt man jetzt mit 13 Punkten auf Platz 8.

Schiedsrichter: Ricco Wiegand (Grasellenbach). Zuschauer: 60.

Tore: 0:1 Niklas Petz (63.), 0:2 Veljko Vlajic (81.), 0:3 David Leyrer (85.)

Vielen Dank an Mithat Gürser, der im Regen auch Fotos von diesem Spiel machte.