By Pedro | Published | Keine Kommentare

Durch die Aufstiege des SV Bonames und TuS Nieder-Eschbach haben die sonst im Norden geographisch isolierten Harheimer zwei echte Derbygegner hinzubekommen.
Das zieht auch das Publikum an, denn 290 Zuschauer bildeten eine tolle Kulisse am Donnerstagabend. Die Gäste zogen sich erstmal zurück, legten Wert auf saubere Verteidigungsaktionen und legten sporadische Konter ein. Die mit zwei Siegen in Rödelheim (5:1) und Enkheim (3:1) gut gestarteten Gastgeber waren zu Beginn klar überlegen, konnten aber drei Chancen durch Nikita Fedchenko und Kapitän Lukas Gärtner nicht nutzen. Nach einer Viertelstunde musste auch Gästecoach Michele Raimondi wie die Harheimer Trainer Gabriel Bernstein und Josip Coric gelbe Leibchen überstreifen, da sie wie das Team der Nieder-Eschbacher schwarze Oberteile trugen. Auch die Gäste waren nach ihrem Aufstieg in die Kreisoberliga mit dem 2:1-Heimsieg gegen Concordia Eschersheim und dem 0:0 in Rödelheim mit vier Punkten gut gestartet.
Im zweiten Abschnitt fehlte Harheim die Ideen, um die gut verteidigenden Gäste auszuhebeln. Zudem war das Harheimer Publikum nicht einverstanden mit den Entscheidungen des Schiedsrichters. In der Schlussphase nahm das Spiel dann Fahrt auf. Ein Weitschuss von Alpha Jallow flatterte unter Harheims Torhüter Tim Mattick durch (75.). Im Gegenzug hätte schon der Ausgleich fallen können, doch Daniel Stumpp vergab (76.). Kurz danach vollendete Gärtner eine Hereingabe, der Harheimer Kapitän traf zum 1:1 (82.). Doch ein Foulelfmeter für die Gäste entschied die Begegnung zugunsten des Aufsteigers. Alexandre Monteiro Dias verwandelte zum umjubelten Siegtreffer (86.). „Wer hier heute nicht enttäuscht ist, hat den Fußball nicht verstanden. So eine Niederlage tut immer weh, vor allem zu Hause vor so einer Kulisse. Wir hätten in der ersten Halbzeit zwingender sein können“, sagte Harheims Spielausschuss-Vorsitzender Gregor Gaulrapp.
Nieder-Eschbachs Trainer Michele Raimondi war mit dem Sieg sehr zufrieden: „Das hätten wir nicht gedacht, dass wir so gut in die Saison kommen. Die Partie war sehr schwierig, weil Harheim eine stabile Mannschaft ist, die über Körperspannung kommt, über Abläufe die sie schon kennen über Jahre. Unser Torwart hat uns die erste Halbzeit im Spiel gehalten, weil das waren zwei hundertprozentige die er rausfischt. Wir haben den Kampf angenommen und versucht zu verteidigen. Zweite Halbzeit wollten wir mehr Spielanteile, da sind wir auch in der offenen Partie mit Chancen auf beiden Seiten reingekommen. Beide wollten am Ende gewinnen, wir sind zufrieden und wollen weiter arbeiten.“ Am Sonntag erwarteten die Harheimer den TuS Makkabi und Nieder-Eschbach gegen Germania Enkheim (Einzelberichte folgen).