Tempo im Balkan-Derby gegen Croatia effektiv

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In der Kreisoberliga Frankfurt kam Tabellenführer FC Kalbach kampflos zu den drei Punkten, da Absteiger FV Saz-Rock zu dieser Begegnung nicht antreten wollte. Im Griesheimer Derby gewann die Spvgg. 02 beim abgestiegenen Lokalrivalen Tarik mit 4:2. Im Balkan-Derby siegte der FC Tempo gegen den noch nicht gesicherten FC Croatia vor 400 Zuschauern mit 3:1. Der SV 07 Heddernheim beendete seine sechs Spiele andauernde Sieglosserie durch ein fulminantes 6:2 gegen TuS Makkabi.
Traditionelles gemeinsames Teamfoto vor dem Duell Tempo-Croatia. Foto: Stanislav Konta.
FC Tempo – FC Croatia 3:1 (2:0)

Die Gastgeber hatten für das Duell der Teams aus dem ehemaligen Jugoslawien ein „Gulasch-Fest“ organisiert, das neben den Fußball-Anhängern noch einmal rund 150 Zuschauer extra anlockte. So fand die Begegnung an der Woggwiese vor einer tollen Kulisse von 400 Zuschauern statt. Die Partie verlief im fairen Rahmen und die Stimmung unter den Zuschauern war sehr gut. Die noch nicht ganz gesicherten Kroaten nutzten ihre Möglichkeiten nicht, Tempo zeigte sich hingegen bis zum 3:0 im Stile einer Spitzenmannschaft. Trotz der Niederlage sprach Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta von einem „guten Derby. Tempo war effektiver, sonst wäre ein Unentschieden möglich gewesen.“ Am Sonntag kann im Heimspiel gegen den FC Maroc der Klassenerhalt schon mit einem Remis finalisiert werden.

Schiedsrichter: Johann Mehl (Frankfurt). Zuschauer: 400.
Tore: 1:0 Nikola Radakovic (23.), 2:0 Bojan Miljus (40.), 3:0 Petar Beslic (56./Eigentor), 3:1 Ante Strljic (90.).
TSG Nieder-Erlenbach – Concordia Eschersheim 1:7 (0:5)

Nieder-Erlenbachs Trainer Andreas Ludwig musste auf der Torhüterposition improvisieren und sprach von „katastrophalen 20 Minuten Mitte der ersten Halbzeit. Wir brauchen da nichts schön reden. Da ist es auch egal gegen wen man spielt, so etwas geht nicht.“ Nach dem 0:5 stand Nieder-Erlenbach besser und ließ weniger zu. „Wir machen uns gerade das kaputt, was wir uns Anfang der Rückrunde erarbeitet haben. Wir spielen die Saison aber zu Ende und hoffen, noch den einen oder anderen Punkt zu holen“, meinte Ludwig. Concordia-Trainer Andre Winter hob nach dem Kantersieg beim Absteiger die Effektivität seines Teams hervor: „24 verschiedene Torschützen stehen mittlerweile zu Buche. Der Sieg war in diesem relativ eindeutigen Spiel verdient.“

Schiedsrichter: Frank Lezius (Wehrheim). Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Fabian Nordholt (15.), 0:2 Saba Kvaratskhelia (19.), 0:3 Fabian Nordholt (24.), 0:4, 0:5 Metin Can Cosgun (27./Foulelfmeter, 35.), 1:5 Konstantin Stork (57.), 1:6 Ussama Djellakh (61.), 1:7 Torben Schönle (90.).
SV 07 Heddernheim – TuS Makkabi 6:2 (2:0)

In Heddernheim gab´s mal wieder was zu feiern.

Nach sechs Spielen ohne Sieg gab es an der Brühlwiese mal wieder Grund zum Feiern. Die Mannschaft von Trainer Andreas Berggold spielte wie entfesselt auf, dabei gelang den diesmal ganz in weiß spielenden Heddernheimern fast alles. „Die Jungs haben quasi wie aus einem Guss gespielt. Wir haben alles gezeigt, was wir letzte Woche haben vermissen lassen. Wir waren griffig und bissig und hatten Lust auf das Spiel. Da ist uns eine tolle Leistung gelungen und auf diesen Sieg in dieser Höhe können wir stolz sein“, jubelte Berggold. Erneut musste Sturmikone Oliver Solarz zwischen die Pfosten und brachte wieder eine ordentliche Leistung auf der ungewohnten Position. „Ich bin froh, dass er das macht, obwohl er viel lieber auf Torejagd gehen würde. Er hat seine Sache wieder gut gemacht. Mit ihm kann man von hinten heraus Fußball spielen“, so Berggold. Vorne sorgte dann Christos Papadopoulos nach einer Ecke von Deniz Yatci per Kopfball für das 1:0 (20.). Kurz darauf flankte wieder Yatci, Papadopoulos nahm direkt – 2:0 (22.). Zuvor war den verdutzten Gästen ein Treffer wegen Abseitsstellung aberkannt worden. Nach dem Seitenwechsel hatte der SVH Glück, als Wunderlin den Pfosten traf. Dann aber spielten sich die Platzherren in einen Rausch. Yatcis abgefälschter Schuss war das 3:0 (49.). Dann glänzte Papadopoulos durch gute Ballannahme und einen Fernschuss in den Winkel (50.). Kurz darauf knallte Tino Matijevic den Ball auf das Tor, TuS-Torhüter Patrick Bötsch ließ prallen und Antonie Willeführ köpfte aus kurzer Distanz mit dem 100. Saisontor ein (54.). Heddernheim wieder mit Kapitän Philipp Siegel im Abwehrzentrum spielte weiter begeisternd nach vorne und Matijevic traf aus 20 Metern die Latte. Auf Zuspiel von Yatci machte Dogan Nazim Erbulan das halbe Dutzend voll (65.). Das wollte Makkabi nicht auf sich sitzen lassen, riss sich noch mal zusammen und kam mit Noel Löbner (74.) und Benedict Linzenmaier (85.) zu einer Resultatsverbesserung. TuS-Trainer Hakan Tekin sagte: „Die Vorbereitung auf dieses Spiel war etwas mau was die Trainingsbeteiligung angeht. Heddernheim war bis in die Haarspitzen motiviert, wir hingegen haben es als Pflichtaufgabe gesehen hier zu erscheinen. Diesen Unterschied hat man gesehen.“

Schiedsrichter: Hanif Schönburg (Arheilgen). Zuschauer: 110.
Tore: 1:0, 2:0 Christos Papadopoulos (20./22.), 3:0 Deniz Yatci (49.), 4:0 Christos Papadopoulos (50.), 5:0 Antonie Willeführ (54.), 6:0 Dogan Nazim Erbulan (65.), 6:1 Noel Löbner (74.), 6:2 Benedict Linzenmaier (85.).
FC Kosova – Union Niederrad 2:1 (1:0)

Laut Kosovas Spielausschuss-Vorsitzenden Rudi Statovci „ist die Luft raus. Es geht seit Wochen um nichts mehr.“ Dennoch sei sein Team auf dem stumpfen Rasenplatz an der Wilhelm-Epstein-Straße den Tick besser gewesen. Die stark ersatzgeschwächten Gäste spielten mit Trainer Hicham Faqir und einigen Reservisten auf der Bank. „Die Partie war ausgeglichen. Das 1:0 war ein Torwartfehler. Beide Teams hatten gute Chancen“, schilderte Union-Präsident Khalid Lamjahed. Kai Großheim verschoss für die Niederräder sogar einen Foulelfmeter. „Das war eine absolut faire Partie, in der ein Unentschieden verdient gewesen wäre“, sagte Lamjahed.

Schiedsrichter: Stephan Burkhardt (Kilianstädten). Zuschauer: 70.
Tore: 1:0 Albion Bitiqi (25.), 1:1 Adam Langhans (47.), 2:1 Arian Erjupi (51.).
SC Weiss-Blau – TSKV Türkgücü 2:4 (1:0)

Absteiger Weiss-Blau hätte mit seiner offensiven Spielweise mal wieder höher als 1:0 führen können, fiel dann aber nach dem Seitenwechsel in gewohnte Muster. Türkgücüs Vorstandsmitglied Duran Güngör bezeichnete die Leistung bis dahin als „katastrophal. Nach einer lauten Kabinenansprache unseres Trainers Giuseppe Forciniti haben sich unsere Leute zusammen gerissen.“ Dann kam der große Auftritt von Stürmer Murat Tiryaki, der neben einem lupenreinen Hattrick noch den Endstand markierte. „Pflichtsieg erfüllt – mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, ergänzte Güngör.

Schiedsrichter: Keine Angabe. Zuschauer: 40.
Tore: 1:0 Hatem Fekih (35.), 1:1, 1:2, 1:3 Murat Tiryaki (55./58./76.), 2:3 Elias Lemghili (81.), 2:4 Murat Tiryaki (90.).
SV Griesheim Tarik – Spvgg. 02 Griesheim 2:4 (1:4)

Die ganz große Derby-Stimmung kam an der Lärchenstraße nicht mehr auf, obwohl zuvor die Zweite Mannschaft den Aufstieg aus der C- in die B-Klasse bejubelte. Die Gäste, die nur 500 Meter Anreiseweg hatten, brachten neben zahlreichen Anhängern auch die nötige Spielfreude mit und hielten sich ihre Meisterschaftschance offen. Vor allem Benjamin Zeisel dirigierte das Spiel der „Schleifer“ mit seiner Übersicht. Nach der klaren 3:0-Führung schalteten die Gäste einige Gänge zurück. „Wir haben zunächst schnelle Angriffe vorgetragen, von Tarik kam durch den feststehenden Abstieg wenig Gegenwehr. Dennoch hat sich meine Mannschaft voll auf Fußball fokussiert“, lobte Trainer Marco Santonastaso.

Schiedsrichter: Lasse Braun (Frankfurt). Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Benjamin Zeisel (12.), 0:2 Denis Memedi (15.), 0:3 Ilias Sy (28.), 1:3 Youness Kabbouch (41.), 1:4 Benjamin Zeisel (44.), 2:4 Mohamed Chami (85.).

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