Oliver Solarz: „Nächste Saison greife ich wieder an“

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Heddernheims Sturmikone Oliver Solarz, mittlerweile auch Co-Trainer von Andreas Berggold, erklärt im Interview, was den Grün-Weißen noch zu einem Spitzenteam in der Kreisoberliga fehlt und wann mit dem Ex-Fechenheimer wieder auf dem Platz zu rechnen ist. Mit 14 Toren war der 30-jährige auf einem guten Weg nach seiner langen Verletzungspause, ehe ihn im Kreispokal-Achtelfinale gegen Viktoria Preußen erneut eine Verletzung stoppte.

Du hast den SV Heddernheim im Heimspiel gegen den FV Hausen (2:2) gemeinsam mit Philipp Siegel gecoacht und den privat verhinderten Cheftrainer Andreas Berggold vertreten. Wie lautet dein Fazit zum Spiel?

Wir haben die Jungs gut eingestimmt und sie haben das angenommen, was wir ihnen taktisch vorgegeben haben. Wir hätten unsere Chancen vorne besser machen können. Wir hatten zwei, drei Chancen mehr die man machen müsste. Wir hatten mehr Spielanteile als Hausen und haben uns am Schluss noch mit dem 2:2 belohnt. Wir hätten das Spiel auch gewinnen können, mussten aber auch froh sein, nicht das 1:3 zu bekommen. Durch einen Schuss aufs Tor lagen wir sofort hinten, das war bitter.

Der Schiedsrichter hat die Rote Karte gegen Kapitän Willeführ überraschend zurückgenommen. Wie hast Du die Situation gesehen?

Da muss man den Hausener Spieler loben, der sich fair verhalten hat und den Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht hat, dass es keine Tätlichkeit war. Das machen nur wenige Gegner.

Heddernheim spielte lange eine überragende Saison, mittlerweile ist die Mannschaft von Rang vier auf acht abgefallen. Zuletzt gab es fünf Spiele keinen Sieg, aber immerhin drei Unentschieden. Warum jetzt dieser Abwärtstrend?

Das Problem sind die vielen Ausfälle, die sich über die gesamte Saison angesammelt haben. Dann musst du Spieler bringen, die nicht so oft gespielt haben. Die vielen Verletzten haben uns eine bessere Platzierung gekostet. Dennoch haben wir einen breiten Kader und alle, die unser Trikot tragen, geben immer alles für den Verein und das Publikum.

Vier Spiele stehen noch aus, der SVH steht bei 52 Punkten. Was ist das Ziel bis Saisonende?

Wir möchten 60 Punkte erreichen und 100 Tore erzielen. Das wäre ein guter Saisonabschluss.

Seit dem 20. Februar bist Du außer Gefecht. Wann wird Oliver Solarz wieder eingreifen können?

In der neuen Saison werde ich angreifen. Bis dahin werde ich wieder fit sein. Ich trainiere schon wieder voll mit der Mannschaft. Es ist aber noch schwer, denn die Luft fehlt noch etwas. Wenn der Trainer mich die letzten Spiele braucht, dann setze ich mich auf die Bank und gebe der Mannschaft meine Unterstützung.

Die Saison ist an der Brühlwiese eigentlich erfreulich verlaufen. Im Kreispokal wurde das Finale durch die Halbfinal-Niederlage gegen Rot-Weiss Frankfurt knapp verpasst. Was fehlt noch, um zu einer Spitzenmannschaft zu werden?

Wir brauchen eine Saison, in der wir kein kontinuierliches Verletzungspech haben. Leider zieht sich das jetzt durch die letzten Jahre seit dem Wiederaufstieg 2018. Dann wird es immer schwieriger, die Stammspieler zu ersetzen. Wir werden die letzten Spiele noch gut bestreiten und die 60 Punkte voll machen.

2015 kam der junge Oliver Solarz von der Spvgg. Fechenheim nach Heddernheim. Hättest Du damals gedacht, dass Du so lange bleibst und Kultstatus erlangst?

Hier habe ich sofort erkannt, dass ich erwünscht bin. Hier habe ich immer Hilfe und Unterstützung bekommen. Klaus Schleicher, unser Spielausschuss-Chef, macht alles rund um die Mannschaft. Davon lebt der Verein, der von diesem besonderen Zusammenhalt profitiert. Klar, hätte ich woanders hingehen können. Aber meine besten Freunde Philipp Siegel und Marcin Czukiewicz spielen noch länger hier als ich. Auch die Neuzugänge wie Serdar Birhimeoglu („Der Büffel“, Anmerkung der Redaktion) oder Sadullah Erkmen, das sind Supertypen. Wir haben eine geile Truppe, die Spaß macht. Auch hinter den Kulissen stimmt es. Unsere Edelfans kommen zu jedem Spiel, auch auswärts. Sie kommen bei jedem Wetter, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Unsere Heimspiele sind meist gut besucht, diese Identifikation mit unserem Publikum macht uns stark.

Die Sommerpause ist dieses Jahr sehr kurz. Die neue Saison soll schon am 7. August beginnen. Zu früh?

Das ist schwierig, weil das die klassische Urlaubszeit im August ist. Da kann man es keinem verübeln, der da mal für zwei oder drei Wochen im Ausland ist. Wir müssen die Vorbereitung aber nach diesem Starttermin richten und wollen nächste Saison wieder oben mitmischen. Wenn alle Leute fit sind, haben wir eine spielstarke Truppe.

Der Kreispokal wurde von Mannschaft und Publikum sehr gut angenommen. Das ist bei anderen Vereinen nicht immer so. Kann sich die Mannschaft nächstes Jahr mit dem großen Finaltraum belohnen?

Für solche Spiele wie 2017, als wir den Hessenligisten Rot-Weiss Frankfurt in der 2. Runde mit 2:1 ausschalteten, spielt man auf diesem Niveau Fußball. Oder die 2. Runde dieses Jahr in Ginnheim war von der Stimmung mit 150 Zuschauern sehr schön. Das sind dann andere Gegner als in der Kreisoberliga. Unser Anspruch ist es immer, so weit wie möglich zu kommen. Wir standen schon 2017 und 2018 im Viertelfinale, hatten dieses unglückliche Spiel auf dem Hartplatz bei JuZ Fechenheim, als wir unglücklich ausschieden. Jetzt waren wir im Halbfinale und da hat man gesehen: 2:2 gegen Verbandsligist Rot-Weiss, Elfmeterschießen knapp verloren. Die Jungs und die Leute haben Bock auf den Pokal. Das macht Spaß und ist ein toller Wettbewerb mit einer anderen Atmosphäre.

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