Zeravica wieder bei Croatia

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Kreisoberligist FC Croatia geht mit einem neuen Trainergespann in die Saison 2022/23. 
Dino Bozinovic-Mador (links) und Josip Zeravica bilden das Trainergespann beim FC Croatia. Foto: FCC.

In der Saison 2020/21 war Zeravica schon einmal bei Croatia, damals kam er mit seinem Trainerkollegen Milan Pavlicic, mit dem der in Mainz wohnhafte Coach bis zum Ende der vergangenen Spielzeit beim FC Fortuna Mombach in der Landesliga Südwest (Gruppe Ost) tätig war. Mit dem Mainzer Stadtteilverein stieg Zeravica in der Abstiegsrunde in die Bezirksliga Rheinhessen ab. Vor zwei Jahren war das Trainerduo bei Croatia nur bis Ende Oktober tätig, denn der Spielbetrieb wurde in jener Spielzeit aufgrund der Corona-Pandemie im Herbst abgebrochen, die Saison wurde bekanntlich annulliert. Croatia stand zum Zeitpunkt des Abbruchs auf dem soliden elften Tabellenplatz. Nachdem der Club sich im Frühjahr von Trainer Daniel Konta getrennt hatte, übernahm interimsweise Dino Bozinovic-Mador die Mannschaft als Spielertrainer und schaffte erst am letzten Spieltag mit dem 4:0 gegen den TSKV Türkgücü den Klassenerhalt.

In Abstiegsgefahr waren die Kroaten durch ein Urteil des Kreissportgerichtes geraten. Nach dem 0:6 im Kreispokal-Viertelfinale beim SV Heddernheim hatten eigene Anhänger den Schiedsrichter als Sündenbock auserkoren und ihn tätlich angegriffen. Die Ausschreitungen wurden unter anderem mit dem Abzug von drei Punkten geahndet, was beinahe sogar den Ligaerhalt gekostet hätte. Dass Zeravica nun in seine zweite Amtsperiode an der Brühlwiese geht, hat einfache Gründe: „Der stetige Kontakt zu den Spielern ist nie abgerissen, deswegen musste ich das unbedingt machen.“ Die bei Croatia sonst üblichen Personaländerungen hielten sich diesmal in Grenzen. Bisher stehen mit Antonio Milicevic aus Kroatien, Ivan Banovic (BSC Brunsbüttel), Marko Brasnic (Fortuna Mombach) und Kristijan Gavran (TuS Makkabi) vier Neuzugänge fest.

„Trotz der Urlaubsphase stimmt die Chemie, wir bilden eine homegene Einheit“ (Croatia-Trainer Josip Zeravica).

Drazen Gluhakovic (Spvgg. Oberrad) und Dario Iljazovic (DJK Schwarz-Weiß Griesheim) haben den Club verlassen. Durch die diesmal geringe personelle Fluktuation sei ein gutes Fundament für die neue Saison aufgebaut worden, „das passt jetzt so“, unterstreicht der 30-jährige. In der Vorbereitungsphase wurden nur wenige Testspiele vereinbart, das letzte Woche anberaumte Spiel bei A-Ligist SC Goldstein konnte nicht stattfinden. Es bleiben jetzt nur noch das Gastspiel am Sonntag (16 Uhr) bei Eintracht Oberursel und das für kommenden Donnerstag (21.7./20 Uhr) angesetzte Spiel beim SV Sachsenhausen, um sich einzuspielen.

Denn Ende des Monats steht am 31. Juli das erste Pflichtspiel im Rahmen der ersten Kreispokal-Runde beim A-Ligisten FFC Olympia 07 (15 Uhr) an, ehe die Kreisoberliga-Saison kurioserweise mit dem gleichen Spiel beginnt, wie sie aufgehört hat. Es geht am ersten Spieltag gegen Türkgücü, gegen die Mitte Juni durch den 4:0-Sieg die Klasse erst gehalten wurde. „Trotz der Urlaubsphase stimmt die Chemie, wir bilden eine homogene Einheit“, unterstreicht Zeravica, dem ein guter Saisonstart vorschwebt: „Möglichst viele Punkte am Anfang bilden eine Grundlage für den Rest der Saison. Wir haben deutlich mehr Potenzial als letzte Saison und haben jetzt schon – trotz der Urlaubszeit – ein gutes Team beisammen“, bekennt der neue und alte Croatia-Coach.    

1 Response

  1. In 20 Jahren Amateurfußball selten so ein, um es glimpflich auszudrücken: „unangenehmes Umfeld „, wie bei Croatia angetroffen. Beleidigungen und Gewaltandrohungen jenseits von Gut und Böse, zum Teil bis in die Kabine der Mannschaften und Schiedsrichter, stehen bei den sogenannten „Fans“ an der Tagesordnung. Verwundert dann nicht, dass „nur wenige Testspiele“ vereinbart wurden, da auf diese Entgleisungen kein gesitteter Verein mehr Lust hat. Klasse wurde nur gehalten, weil die „Richter und Denker“ des Amateurfußballs seit Jahren kein Rückgrat haben, bei Gewalt im Amateursport konsequent durchzugreifen.
    Das der Verein in seinen Statements nie verlegen war, die „Schuldigen“ anderswo zu sehen, zeigt indessen, dass es ein strukturelles Problem bei Croatia gibt. Anstatt eine klare Abgrenzung zu diesen „Fans“ herzustellen und diese nach und nach auszugrenzen oder „umzuerziehen“, wird das Problem lieber kleingeredet. Als Schiedsrichter & Spieler würde/werde ich diesen Verein meiden.

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